Definition Kleinkunst

Der Begriff Kleinkunst – Versuch einer Definition

  • Der Begriff definiert sich über die Form, nicht über den Inhalt.
  • Ab wann der Begriff Kleinkunst gebraucht wird und ab wann es nicht mehr als Kleinkunst bezeichnet werden kann, ist subjektiv.
  • Der Begriff ist nicht immer klar abgegrenzt.
    • Beispiel: sind Kurzgeschichten Kleinkunst?

Kunsthistorisch:

Der Begriff wurde ursprünglich im Kunstgewerbe verwendet. Das Kunstgewerbe produzierte Güter mit künstlerischem Anspruch. Je nach Größe des Produkts war es große Kunst oder eben Kleinkunst.

Gerade in den Altertumswissenschaften trifft man eine Unterscheidung zwischen Vasen, Münzen, Schmuck, Terrakotten und großen Statuen. Goldschmiedekunst wird insgesamt als Kleinkunstgewerbe betrachtet. (Vgl.: Der Neue Pauly)

Diese materiale Definition von Kleinkunst lässt sich im 19. Jhd. leicht auf dramatische und lyrische Darstellungen bildender Kunst oder Kunstäußerungen von kleinem Umfang übertragen und prägt unser heutiges Verständnis von Kleinkunst. Nicht der Inhalt ist entscheidend, sondern die Form der Darstellung. Der Inhalt sollte aber einem „künstlerischen Anspruch“ genügen, damit der Begriff Kleinkunst auf die Darstellung anwendbar ist.

Ob bei Kurzgeschichten auch von Kleinkunst zu sprechen wäre, ist fraglich, da der Begriff „Kleinkunst“ heute hauptsächlich für darstellende Künste verwendet wird, wäre aber letztendlich konsequent, wenn man Kleinkunst lediglich als einen den Umfang beschreibenden Begriff festhalten möchte. Es bietet sich an, Kleinkunst zweifach zu definieren:

Kleinkunst im engeren Sinne:

aufgeführte dramatische und lyrische Darstellungen kleinen Umfangs.

Kleinkunst im weiteren Sinne:

Kunstgegenstände und künstlerische Ausdrucksweisen kleinen Umfangs und Aufwands.

Eine Definition, gefunden im Internet:

Kleinkunst bezeichnet eine künstlerische Form der Aufführung, bei der verschiedene Elemente zum Tragen kommen. Dazu gehören z.B. das Darstellende Spiel (Monologe, Dialoge, szenisches Spiel), Lyrik (Verse, Ballade) und die Musik. Nicht in jeder Kleinkunstform müssen diese Elemente zwangsläufig vorkommen; häufig überwiegt sogar eine Ausrichtung deutlich. Kleinkunstformen sind z.B. Sketche, Kabarett-Aufführungen, Lieder oder Parodien. Neben der Unterhaltungsfunktion können Kleinkunstformen durchaus politische oder gesellschaftskritische Aspekte transportieren.

Quelle (09.01.2018):
https://www.ortsdienst.de/faq-kabarett-und-komoedie/kleinkunst-was-ist-damit-gemeint-faq3968/

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